Leben in Nürnberg

Woher hat das Knoblauchsland seinen Namen?

02.06.2010 |
Knoblauchsland
Das Knoblauchsland vor den Toren Nürnbergs. Foto: H. Schossig

Jeder Nürnberger, Fürther und Erlanger kennt das Knoblauchsland. Es befindet sich östlich der A73, beginnt im Süden bei Wetzendorf, Schnepfenreuth und Lohe und reicht im Norden bis nach Kleingründlach und Tennenlohe. Im Osten wird es vom Sebalder Reichswald begrenzt. Mit seiner Größe gehört es zu den größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebieten in ganz Deutschland.

Dass wir das Knoblauchsland heute noch immer in dieser Größe vor der Türe haben, ist nicht selbstverständlich. Im Laufe der Jahre kam es immer wieder zu Gewerbe- und Wohnbausiedlungen, durch die das Knoblauchsland stetig kleiner wurde. Größere Projekte, die mit massivem Protest einhergingen, wurden in jüngster Vergangenheit aber zerschlagen, so das in den 90er Jahren umstrittene Großprojekt Gewerbepark im Knoblauchsland. Massive Proteste von Bauern und der Bevölkerung verhinderten diese Pläne letztendlich.Zum Glück, denn unser Knoblauchsland ist gerade für den Gemüseanbau und die heimischen Bauern besonders wichtig.

Zum ersten Mal taucht der Name im Jahr 1442 auf. Das Gebiet wird aber vermutlich schon seit dem achten Jahrhundert für Gemüseanbau genutzt. Damals war die Vielfalt des Gemüses noch nicht so groß, wie sie heute ist. Den Namen Knoblauchsland hat das Gebiet aufgrund von Zwiebel- und Rübenzüchtungen, die hier betrieben wurden.

Insgesamt wird das Knoblauchsland von ca. 190 Betrieben bewirtschaftet und hat eine Größe von 2.100 Hektar, was umgerechnet der Fläche von 2.100 Fußballfeldern entspricht. Wer frisches Gemüse möchte, der weiß ja, wo es zu haben ist. Direkt vom Bauern schmeckts doch am besten, oder?

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